Interview in der FAZ mit Jeff Jarvis am Rande der Burda-Digitalkonferenz DLD, u.a:
Journalisten sollen gute Geschichten schreiben, auf Twitter und Facebook selbst für die Verbreitung sorgen, ihre eigenen Untenehmen gründen und am besten auch noch programmieren können. Ist dieses Berufsbild realistisch?
Nun, der technische Fortschritt hilft ihnen dabei. Zum Beispiel hat die Flip-Kamera den Journalisten eine sehr einfache Möglichkeit gegeben, eigene Videos zu drehen. Man kann vieles erlernen.
Wer wird das Filtern übernehmen? Menschen oder Maschinen?
Sie haben andere Menschen, deren Informationen Sie vertrauen, als ich. Es gibt keine Nachrichtenseite mehr, die für alle passt. Marissa Mayer von Google spricht von einem hyper-personalisiertem Nachrichtenstrom, der von Maschinen produziert wird. Ich glaube aber, es wird eine Kombination aus Algorithmen und Menschen geben, die Nachrichten bewerten und individuell zuschneiden.
Wie sollten lokale Zeitungen mit den neuen Nachrichtenorganisationen umgehen?
Sie sollten kooperieren. Die Zeitungen können Leser zu den Blogs leiten, ihre Inhalte dort präsentieren und dann Werbung dort verkaufen. Im Gegenzug bringt das lokale Blog neue, meist junge Leser zur Zeitung.
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